Football Fans Against Homophobia

Während in mitteleuropäischen Ländern seit Jahren ein gesamtgesellschaftlicher Prozess konstatiert werden kann, der es homosexuellen Menschen mehr und mehr gestattet, ihre Sexualität nicht verbergen zu müssen und auch im öffentlichen Leben, in Politik und Kultur preiszugeben, scheinen dennoch Teile dieser Gesellschaft davon weitestgehend unberührt zu bleiben. Paradebeispiel hierfür ist der Fußballsport, insbesondere da wo er von Männern ausgeübt wird, und seine Anhänger. Die Fankurve wie auch Mannschafts-, Vereins- oder Verbandsgefüge scheinen, ungeachtet empanzipatorischer Errungenschaften der Gesellschaft die sie umgibt, weiterhin ein Reservat obsoleter Männlichkeitsvorstellungen darzustellen. Mit Männern assoziierte Stereotype wie Härte, Kampfgeist oder Durchsetzungsvermögen, die für den Fußballer als unabdingbar gelten, werden exklusiv dem heterosexuellen Spieler zugeschrieben. Schwulsein dient hierbei als Synonym für Schwäche.

Das Resultat zeigt sich auf den Rängen, wo kollektiver Rausch und die Anonymität der Masse den Raum schaffen für Diskriminierung in unverhohlener und lautstarker Form. In den Vereinen hingegen prägt meist Tabuisierung das Bild, wenn auch hier nach wie vor mit Regelmäßikeit homophobe Entgleisungen von Akteuren aller Ebenen zu vernehmen sind.

Diesem Zustand entgegenwirken möchte die Aktion „Fußballfans gegen Homophobie“. Die Abteilung Aktive Fans des Vereins Tennis Borussia Berlin schickt hierfür in Kooperation mit dem Projekt Soccer Sound des LSVD Berlin-Brandenburg seit Juni 2011 ein Banner auf die Reise zu Vereinen, in Fankurven und zu Fußballprojekten in ganz Deutschland.

Auftakt des Banners waren die Respect Gaymes am m Juni 2011 in Berlin. Das Banner war seit dem bundesweit sowie im benachbarten Ausland (Luxemburg, Schweiz und neu Österreich) in über 30 Stadien von der 1. und 2. Bundesliga bis zur Freizeitliga zu sehen. Gegen Homophobie – im Fußball wie anderswo.

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Football Fans Against Homophobia
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14055  Berlin

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